Mit Indienststellung der Richtfunkachse ging auch Objekt 500 “A” in Betrieb. Aus Geheimhaltungsgründen war im Sprachgebrauch der NVA nur vom Objekt 500 gefolgt vom Buchstaben die Rede, “A” für Leuthen. Mehr sollte man nicht wissen. Ein Kuriosum an der Sache ist der Anteil an Zivilbeschäftigten, diese waren vom Wachmann bis zum Techniker vertreten.

Das Objekt wurde mittels einer Hoch Spannungs Sicherungs Anlage ( HSA ) umgeben und hatte nur einen Zugung.

In den 70 ziger Jahre erfolgte ein Technikwechsel im Nachrichtenbereich und die RVG 934 wurden durch moderne Gerätesätze vom Typ RVG 961 ersetzt. Jetzt war man in der Lage ein Kanalbündel von 960 Fernsprechkanälen zu übertragen. Mit Einführung der neuen Technik war es notwendig die Antennenkabel durch Hohlleiter zu ersetzen. Vom Gerätesatz bis zur Parabolantenne auf dem Mast erfolgte der Austausch. Durch die neue Technik mußte auch die Kanalaufbereitung und Umsetzung modernisiert werden. Damit in Verbindung stand eine Umrüstung an Klimatechnik an. Diese wurde in den 80 ziger Jahren nochmals durch den Einbau von Schutztechnik verbessert.

In Leuthen wurden zusätzlich eine ELE - Trakt zur Übertragung von Sekundärgruppen über Erdkabel installiert. Damit war die RFB zuständig für die Umsetzung von Sekundärgruppen aus dem RVG 961 zur Weiterschaltung als Sekundärgruppe bis zum Gefechtsstand Kolkwitz. 1978 wurde eine Sekundärgruppe von der NZ Eggersdorf und eine Sekundärgruppe von der NZ Fürstenwalde direkt bis Kolkwitz geschalten. Eine Sekundärgruppe = 5 Primärgruppen zu je 12 Fernsprechkanälen. Zusätzlich wurden über den ELE - Trakt Sekundärgruppen von der RFB zum Gefechtsstand Kolkwitz betrieben.

Die RFB-1 war südlicher Endpunkt der stationären Richtfunkachse und damit Zubringer der Nachrichtenverbindungen zum GS / WGS der 1. LVD sowie RFS 1. LVD. Damit sicherte die RFB -1 die Übergabe sämtlicher Richtfunk - Nachrichtenkänäle vom GS 3. LVD, ZGS, ZWGS und zum GS 1. LVD.

Von Leuthen aus waren Zubringer mit Richtfunkstrecken aus RT 417 bzw. später FM 24 400 für die Anschaltung weiterer Dienststellen vorhanden. Auf Grund der Wichtigkeit dieser Dienststelle verfügte sie über Fernmeldekabel ( FmK - 58 und SOK - 80 ) zur Deutschen Post und der Weiterschaltung zur HNZ - 121 Kolkwitz und ermöglichte die Anbindung zum RFN Netz der SED an die RFN - Richtfunkzentrale Klein Oßnig mittels SOK-102. Als Ersatzweg für den Ausfall des Kabels FmK - 58, waren von der RFB - 1 zum GS 1. LVD 2 x FM 24 400 Strecken geschalten. Zusätzlich verfügte die RFB -1 über eine Richtfunkstrecke zum WGS der 1. LVD nach Döbern. Das Funksendeamt 3 in Cabel war an der RFB - 1 über eine Richtfunkstrecke und zum GS 1. LVD mit dem SOK - 30 angeschalten. Zum Funksendeamt 2 und damit zur 51. FRBr. Sprötau verfügte die RFB -1 über eine Tropo Strecke R -410. Ebenso wurde das FRR - 31 Straßgräbchen mit Richtfunk an die Richtfunkachse angeschlossen.

Im SBW der RFB konnten sich maximal 20 Personen aufhalten, es gabi eine Ruhekapazität von 6 Betten.

Geführt wurde die RFB durch einem militärischen Leiter ( Majors- Planstelle ). Die RFB war zur Sicherung des DHS eingesetzt und wurde trotz der Zivilbeschäftigten im 24 - Stunden Dienst rund um die Uhr betrieben.
Quelle:NBA